Imkern im Wandel der Zeiten

Das Imkern oder Zeidlern ist so alt wie die Menschheitgeschichte, seit Jahrtausenden werden die Produkte der Bienen wie Honig, Wachs, Propolis und auch das Gift, von den ‚Menschen genutzt.

Alte Höhlenmalereien ca. 8000 bis 12.000 Jahre bei Bicorp (Valencia), zeigen Menschen bei der Honigjagd. Eine richtige Bienenhaltung begann ca.vor ca. 7000 Jahren in Zentralanatolien (heute Türkei). Im alten Ägypten vor 3000 Jahren war die Honigernte ein wichtiges Thema in der Mythologie und dem Götterkult. Honig galt als die „Speise der Götter“ und als „Quelle der Unsterblichkeit“.Bei Ausgrabungen von Königsgräbern, wurde Honig als Grabbeigabe gefunden. Wandmalereien in Tempelanlagen zeigen eine Bienenhaltung ähnlich der heutigen Arbeitsweise mit Körben und auch mit Beuten. Die ersten Wanderimker gab es schon am Nil.

Der Honigmann soll die Bienen im Frühjahr zur Schwarmzeit, mit einem bienenähnlichen Geräusch angelockt haben, und in korbähnliche Gefässe den Schwarm gefangen haben.
Dort baute das Bienenvolk ein neues Nest (Waben), für Brut und zur Einlagerung von Futter. Ähnlich wurde auch bei uns im alten Europa Bienenhonig, Bienenwachs und Propolis geerntet. Zum Süßen gab es nur Honig. Zucker aus Zuckerrohr kannte man in Europa seit den Kreuzzügen und durch handeltreibende Kaufleute aus dem Orient.

Christoph Kolombus brachte Zuckerrohrpflanzen in die Karibik, wo auf Plantagen die besten klimatischen Bedingungen herrschten, jedoch war der Zucker für den täglichen Gebrauch zu teuer. Erst Mitte des 18. Jahrhundert entdeckte man den Zuckergehalt in der Rübe. Europa war reich an Wäldern, und man lebte von dem was der Wald und das Feld hergab. Somit gab es eben auch ‚“Honigjäger“ (Zeidler).

Das Privileg wurde nur vom Lehnsherren übertragen und konnte nicht vererbt werden. Der Zeidler durfte Waffen tragen, zu seinem Schutz vor Bären, Wölfen und Honigdieben.
Zeidler kommt aus dem altdeutschen und heißt Schneiden, also Waben und Honig schneiden. Das Bienenvolk war hier nicht wichtig.

Geerntet wurde von Wildbienen oder halbwilde Bienen in ausgehöhlten Baumstämmen, welche man in ca. 6 m Höhe aufhing und einen Schwarm einfing. So wird heute noch in einigen Gegenden des Urals Honig geerntet. Später stellte man die hohlen Stämme in die Nähe der Häuser, so entstanden die Klotzbeuten. Jedoch wird heute noch in einigen Gegenden die Korbimkerei betrieben, zum Bsp. in der Lüneburger Heide für den Heidehonig Anfang des 19. Jahrhundert wurden die ersten Bienenhäuser erbaut, da der Imker Rähmchen nutzten konnte. Den Bienen wurde ein Rahmen zum ausbauen von Waben vorgegeben, dies erleichterte dem Imker die Arbeit mit den Bienen. Waben ziehen zur Kontolle der Brut und Völkerführung durch Teilung bzw. Zusammenlegung von Völkern.

Der Honig wird geerntet ohne die Waben zu zerstören, man gibt die leeren Waben nach dem Schleudern wieder ins Volk und lässt sie wieder füllen bis zum Spätsommer. Wer sich das Wunder mal anschauen möchte, fragen Sie uns und vereinbaren einen Termin zum Bienenschauen, Kosten oder Basteln.

Besuchen sie uns zum „Jagdhornbläsertreffen 2018“ in Ahlsdorf bei Schönewalde, wir sind wieder mit unserem Stand vor Ort.

Klossaer Blütenhonig
Fam. Puppe
Klossaer Straße 25 OT Klossa
06917 Jessen