Falknerei – oder die Kunst mit Greifvögeln zu jagen

Falknerei ist die Jagd mit abgerichteten Greifvögeln auf frei lebendes Wild.

Die „Waffe“ des Falkners ist sein Greifvogel. Dieser ist meistens ein Habicht oder Wanderfalke, als Ausnahme auch mal ein Steinadler, Würg- oder Gerfalke. In Deutschland ist die Haltung eines Beizvogels – wie der Greifvogel in der Fachsprache der Falknerei genannt wird – an einem gültigen Falknerjagdschein gebunden, der wiederum eine bestandene Jäger- und Falknerprüfung voraussetzt. Von den einheimischen Greifvögeln dürfen für die Beizjagd nur Habicht, Wanderfalke und Steinadler aufgestellt werden, und manchmal je zwei Exemplare. Dies ist eine sinnvolle Beschränkung, denn in der Regel nimmt der Beizvogel den Falkner zeitlich vollkommen in Beschlag, da der Greifvogel während der eigentlichen Beizsaison – August bis Februar – mehr oder weniger täglich gearbeitet werden muss.

Behördlich kontrollierte artgerechte Haltung, Unterbringung, Vogelhund und regelmäßige Beizgelegenheiten sind darüber hinaus unabdingbare weitere Voraussetzungen, so dass der Kreis der aktiven Beizjäger in Deutschland ziemlich gering ist.

In der Falknerei unterscheidet man die Vögel vom „Hohen Flug“, das sind die Falken und die Vögel vom „Niederen Flug“, das sind Habicht und Steinadler. Diese Einteilung ist nach Art und Weise der Beizjagd mit diesen Vögeln abgeleitet. Falken verfolgen und greifen im allgemeinen Flugwild, wie Fasane, Rebhühner, Krähen u. a. nur im freiem Luftraum im „hohen Flug“ an, während Habicht und Adler in der Regel das Wild, wie Hasen und Kaninchen auf dem Boden schlagen bzw. fangen, also im „niederen Flug“.

Falkner Uwe Naumann als praktizierender, aktiver Falkner freut sich schon auf das Internationale Jagdhornbläsertreffen und wird vor Ort mit seinem Steinadler und Harrishawk die Veranstaltung bereichern. Für Fragen zum Thema Falknerei steht er mit seinen Beizvögeln gern zur Verfügung.

Maik Pergens